Donnerstag, 3. Dezember 2009

Into the Wild

... ganz wie im Film! Naja, fast:) Aber von Beginn an meine Kinder. Nach drei Tagen relaxen in nem netten Hostel in Nelson, wollte der Guenther mal ein Abenteuer erleben:) Also im hiesigen I-Site ueber den Abel Tasman Nationalpark und den Coast Walk erkundigt. Dieser Hike ist einer der NZ Great Walks und beruehmt aufgrund der atemberaubenden Landschaft und der tollen Straende. Also gut, beschlossen, das hoert sich toll an und ich werde das tun! Da die Wettervorhersage nicht so gut war, habe ich auch keinen Mitstreiter gefunden... Aber egal, ich kann das auch alleine, dachte ich mir. Gesagt getan. Montag mittag Instant Noodles, Kekse und Nutella besorgt, am Abend gepackt und mich am Dienstag morgen mit nem 25 kg Rucksack auf den Weg nach Marahau, der letzte Ort, vorm Nationalpark gemacht... Dort mit nem Wassertaxi bis zum Ende des Parks gefahren...
Ok, nun stand ich da. Ganz allein, nur ich und mein Gepaeck und um mich rum nur schoene Landschaft. GREAT! Also gings los. Nach ca. 20 Sekunden wurde mir bewusst, dass ich fuer die rund 50 km die vor mir liegen vielleicht doch zuviel Gepaeck dabei hab und das das Ganze sehr anstrengend wird:) Aber liess sich ja nicht mehr aendern und gluecklicherweise hatte ich entgegen der Vorhersage Traumwetter.

Voller Motivation zuerst mal en Bild gemacht, bevor ich dies vor Anstrengung nicht mehr hinbekomme;) Anschliessend wurde gewalkt und es war einzigartig. Tolle Natur, hindurch durch Buschlandschaft mit komischen Pflanzen und dann wieder en gigantischer Strand.
Nach ca. 2 sehr schoenen Stunden, bin ich am ersten kritischen Abschnitt angelangt, den man nur bei Low Tide (Ebbe) ueberwinden kann. Das hatte ich aber ja vorher (Bin ich Stolz auf meine Organisation) ausgecheckt und war auch zum richtigen Zeitpunkt da. Allerdings hat mir keiner gesagt, das man durch Knietiefes Wasser muss!!! Aber ok, da muss ich jetzt durch... Gar nicht so easy. Hat schonmal jemand probiert mit 25 kg auf em Ruecken Jeans, Schuhe und Socken auszuziehen, ohne sich dabei hinzusetzen? Ich nicht! Aber es ist gut gegangen und an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an meinen langjaehrigen Fussballtrainer Rainer B., ohne dessen Koordinationsuebungen, ich diese Uebung vlt. nicht so einfach gemeistert haette:)


















Erstes kritisches Teil ueberstanden:) Danach gings von mir selbst ein bisschen beeindruckt:) weiter Richtung naechster Bucht. Dort en paar Fotos und en Paeuschen...
... und dann weiter zum Campingplatz. Den hatte ich nach nem Marsch von ca. 5 Stunden im Blick und ich war zugegeben, ganz schoen erschoepft:) Aber es hat sich gelohnt. En kleiner Campground, direkt an nem goldenen Strand ganz fuer mich alleine. Denke die nachfolgenden Fotos sprechen fuer sich:)














Und zu essen gabs lecker Instant Nudeln und Kekse mit Nutella, was schliesslich alles Perfekt machte... I LIKE IT!!! Ok, gut gestaerkt(nicht wirklich) gings dann ins Zelt und ich habe wie zu erwarten sehr gut geschlafen (Nicht weil es bequem war, das war es sicher nicht, aber aus Muedigkeit!)

Am naechsten Morgen gabs dann en ausgiebiges Fruehstueck (wieder gelogen:D noch nich mal Kaffee...) und auf gings zum 2. Teilstueck. Leider war das Wetter nicht ganz so gut, aber dafuer auch nicht so heiss und geregnet hats fast auch nicht. An diesem Tag war ich dann ca. 6 Stunden auf den Beinen und der Weg aehnelte doch dem ersten Teilstueck sehr stark. Nur vlt. aufgrund der Laenge en bisschen anstrengeder und es gab mehr Berge zu besiegen. Aber schliesslich hatte ich es gegen 4 Uhr am Nachmittag auf den Campground geschafft, der diesmal nicht ganz so verlassen war, aber wo es dafuer sogar fliessend Wasser gab, das man sogar trinken konnte. Wahnsinn!!! Dann schnell es Zelt aufgestellt und just in dem Moment, als ich fertig war, begann es zu regnen wie aus Eimern. Toll, aber ich sass ja im trockenen Zelt und konnte hier mein grossartiges Abendessen zu mir nehmen (wieder gelogen, mehr als Kekse mit Nutella (gefaelschtem auch noch) war nicht drin!!!). Da das Wetter auch keine anstalten machte sich noch zu aendern, habe ich einfach nichts mehr gemacht am Abend, ausser in meinem Reich gechillt... En paar Schnappschuesse vom 2. Tag will ich euch aber natuerlich nicht vorenthalten...


... Aufgrund des fruehen Zeltbesuchs am Vorabend konnte ich mich am 3. Tag schon gegen 7 Uhr in der Fruehe zum letzten Teilstueck begeben. Hier wurde dann, weil ich doch ziemlich Rueckenweh hatte, eine Trainingseinheit eingelegt und versucht den Geschwindigkeitsrekord im Abel-Tasman-Coast-Track-Walken zu brechen:) Weiss nicht obs funktioniert hat, jedenfalls war ich gegen 10:30 Uhr zurueck am Auto und war begeistert von drei Tagen Erlebnis, schoener Natur, Einsamkeit und dem ueberaus guten Essen. Aus dem letzten Grund, gings auch direkten Weges in den naechsten Ort, um nach dem ganzen gesunden Zeugs der letzten Tage mal nen schoenen Burger mit Pommes zu vertilgen! Hier das Bild meiner Ankunft. 3 DAYS ABEL TASMAN WALK! DONE!!!

Naja, gut. Mittlerweile bin ich in Greymouth an der Westkueste der Suedinsel gelandet. Der Weg hierher war einzigartig und ich habe dabei eine der 10 schoensten Strassen der Welt passiert:) Leider hab ich aber jetzt keine Zeit mehr euch davon zu erzaehlen, geschweige denn Bilder hochzuladen, weil mal wieder meine Inetzeit ablaeuft. Aber es ist auf diesem Blog wie bei ner guten Serie. Stoppen wenns spannend wird damit die Zuschauer wieder reinschauen:) Also somit, hoffentlich bis die Tage und Danke fuer Ihre Aufmerksamkeit.
Guenther der Into the Wild im Kiwiland war und nun zurueck in der Zivilisation ist, sendet schoene Gruesse!!!
Reinhaun und Rock on!!!
Guenther

1 Kommentar:

  1. Hey Günther,

    ich bin ein bisschen neidisch! Wäre gern mit Dir into the wild, besonders auch nachdem wr zusammen den Film gesehen haben! Wie war das Zitat so schön aus dem Film: "Happiness only real when shared"
    Aber ich denke hattest auch so Spass! Find Deine Geschichten einfach mega geschrieben, nicht so lanweilig wie meine!
    Have fun mate
    Cheers

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