Montag, 30. November 2009

On the Road

Servus und seit gegruesst alle miteinander. Nach knapp 2 Wochen wirds mal wieder Zeit fuer nen Bericht. Nach fuenf Tagen im ultra relaxten Raglan gings vorletzten Donnerstag on the Road, um innerhalb ner guten Woche, 2 drittel der Nordinsel abzuklappern. Anstrengend wars, aber es hat sich gelohnt. Gestartet im ueberentspannten Raglan gings zuerst zur stinkenden Schwefelstadt Rotorua. Hier begleitete mich auch noch Stefan (Ewald)... Dort die heissen Schwefelquellen, den blubernden Schlamm und jeder Menge anderer geothermischer Dinge ausgecheckt und ne Nacht zusammen im Auto gepennt und dann musste sich Ewald leider aufmachen, weil sein Flug nach Australien ging. An dieser Stelle, nochmal ganz viel Spass auf deinem weiteren Trip!



Da die Schweden, die auf dem Parkplatz mitten in der Stadt neben uns uebernachtet hatten, mir den Tip gaben die Bay of Plenty zu besuchen, hab ich dieses natuerlich auch gemacht. Also auf zurueck in Richtung Norden, nach Whakatane, um von dort nach ner Kaffeepause entlang des Ocean Highway nach Tauranga und Mt. Maunganui zu fahren. Dort nen wundervollen Sonnenuntergang, nach der Erkundung der Nachbarorte und anschliessend im Auto uebernachtet, diesmal allerdings alleine. Irgendwie schon en seltsames Gefuehl irgendwo mitten in Neuseeland so allein im Auto zu schlafen. Aber gut, wer will mich schon klauen oder irgendwas mit mir anstellen:) Am naechsten morgen dann aber ein echt geiles Gefuehl. Halb sieben aufgewacht, Kulturbeutel und en Handtuch unter den Arm und zuerst mal zur Stranddusche und anschliessend in die oeffentliche Toilette zum Zaehneputzen! Mal was anderes... Anschliessend dann nen Instant Kaffee (LECKER) und dann wollte ich einfach mal bisschen den Strand entlang schlendern. Als ich en Berg entdeckte musste ich da natuerlich rauf. Leider waren die 3 Stunden Wanderung in Flipflops nicht geplant, was erwartungsgemaess zu wunden Fuessen fuehrte. Aber der Ausblick hat sich gelohnt! Am Nachmittag bin ich dann durch die Kiwifelder hindurch zurueck nach Rotorua geduest, weil ich dort Mario, en Bekannten aus Auckland treffen wollte. Mit dem bin ich seitdem auch zusammen unterwegs... Nach dem Treffen in Rotorua, gings dann weiter nach Taupo. Aufgrund schlechten Wetters und Muedigkeit hab ich mir dort dann en Hostel geleistet. Allerdings haette ich im Auto wohl besser geschlafen, weil unser Zimmer direkt ueber ner Disko war und was das am Samstagabend bedeutet sollte ja jedem klar sein! NICHT VIEL SCHLAF! Aber egal, nach nem Fruehstueck am Sonntag, glaube es war der 22. November, sind wir dann zuerst mal zum Hot Water River. Lustig! En kleiner Fluss oder besser gesagt Bach, in dem das Wasser gefuehlte, naja sagen wir mal 45 Grad warm ist. Dort wie in nem Whirlpool so ueblich, zuerst mal ne Stunde relaxt. After that, gings weiter zum Tongariro Nationalpark...




... Hier wurde in nem winzigen Oertchen auf em Campingplatz, es Zelt aufgestellt und sich dabei mit 3 sehr netten Amis angefreundet. Mit denen haben wir dann abgemacht am naechsten Tag den Tongariro Alpine Crossing in Angriff zu nehmen, nach Lonely Planet, die wohl schoenste Eintageswanderung Neuseelands. Koennte sein! Nach 6 Stunden, einer Stunde warten auf die etwas langsamen Amis, hatte ich zwar schmerzhafte blasen, war aber immer noch einfach nur beeindruckt, von der gigantischen Landschaft. Der Weg fuehrte hinauf zu mehreren Vulkanen, vorbei an blaugruenen Seen und nem roten Krater! UNGLAUBLICH!!! Und das beste war natuerlich das die neuen Freunde zurzeit in Wellington residieren und uns eingeladen haben, dort zu uebernachten, wenn wir da ankommen...




Am abend, nach der grossen Wanderaktion gings dann straight away in Richtung Suedwesten zur naechsten City, die aber leider 150 km entfernt war. Whanganui! Ganz nett hier, aber viel ging an diesem Abend natuerlich nicht mehr. Am naechsten moin, wollte ich dann voller Uebermut zum Whanganui Nationalpark, um wieder zu wandern. Da man aber nur mit em Boot dahinkommt und das Ganze mein Budget ueberstieg und auch das Wetter nicht dementsprechend gut war, gabs ne kurze Planaenderung und es ging by Car nach Norden ueber den Surfhighway nach New Plymouth. Paar Zwischensopps und 2 Stunden ununterbrochen, en super Blick auf Mt. Taranaki. Nem alleinstehenden Vulkan, mit ner schneebedeckten Spitze, nur nen Steinwurf von der Kueste entfernt. In New Plymouth, ner echt ganz schoenen Stadt hat mein Reisepartner dann en Hostel bezogen waehrend ich mir ein bisschen ausserhalb, an einem wunderbaren Beach, mal wieder mein Bett im Auto zurecht gemacht hab. Dort hab ich zufaellig noch nen Franzosen getroffen und war abermals erschrocken wie wenig von 10 Jahren Franzoesischunterricht in meinem Gedaechtnis haengen geblieben ist:) Nett war er trotzdem und wir konnten uns ja in Englisch verstaendigen!




Soweit, so gut, am Mittwoch den 25.11. gings dann per Auto so weit wie moeglich hinauf zum Mt. Taranaki. Aufgrund der Blasen war allerdings keine Gipfelbesteigung moeglich. (Ganz nebenbei, stand auch im Reisefuehrer, dass das nur was fuer erfahrene Bergsteiger ist und 2 Tage dauert und der ein oder andere schon sein Leben hier gelassen hat). Also nen 1,5 Stunden Kurzhike ausgewaehlt und dann beim Kaffee die Bergsonne genossen. Auch schoen:)




Von dort gings dann in Richtung in Richtung Wellington, weil wir in der Zwischenzeit fuer Freitag Nacht die Faehre zur Suedinsel gebucht hatten und diese nunmal dort abfaehrt... Um aber noch en bisschen was vom Sonnenschein zu haben, wurde 50 km vor Wellington, am Strand von Paraparauma der Sonnenuntergang bewundert und dann auch hier uebernachtet.




Am Donnerstagmorgen, den 26.11. hat man sich dann aufgemacht zur Hauptstadt und zuerst mal den Amis aus em Tongariro Nationalpark nen Besuch abgestattet:) Die waren so unglaublich nett, das ich mich an dieser Stelle nochmal bedanken will. Nur bloed das es nix bringt, weil sie kein Deutsch verstehn. Aber wurschd! Sie haben uns zuerst mal ne super Stadtfuehrung gegeben und dann gings zum gemeinsamen Lunch. Anschliessend brauchte der Guenther dann mal en bisschen Zeit fuer sich und ist en bisserl shoppen gegangen. Habe dabei sogar en Cap gefunden, welches hier dringend benotigt wird, um sich vor der viel zu starken Sonne zu schuetzen:) Am abend, gabs dann noch nen witzigen Zufall. Mario hat ueber Facebook erfahren, das Leandro, unser argentinischer Freund aus Auckland auch in Wellington anzutreffen ist, was natuerlich mit nem gemeinsamen Bierchen gefeiert werden musste:) Dann zurueck zur Bleibe, wo die US-Guys schon mit nem Wein auf uns warteten. In der geselligen Runde, gabs dann von Aaron, einem der Dreien, eine geniale One Man Show. Er hielt eine Stunde Monolog ueber das Topic: "How I become a Man!" Great, ich habe schon lang net mehr so viel gelacht... Naja, mit Bauchweh, aufgrund des Lachens, gings dann ab in die Koje, um am naechsten morgen fuers grossartige Breakfest gewabnet zu sein. Die Frau des Hauses, verwoehnte uns mit verschiedenen Pfankuchenkreationen und nem wirklich guten Kaffee. GREAT!!! Naja, anscliessend mussten wir uns dann auch mal verabschieden, weil die Gastgeber doch noch was anderes zu tun hatten, als den ganzen Tag 2 deutsche Backpacker zu versorgen... Also gings wieder in die wunderschoene Stadt. Wellington gefaellt mir echt besser als Auckland. Hier und da mal in nen Laden rein, bisschen im Cafe relaxt und schliesslich noch dem Te Papa Museum nen Besuch abgestattet. In der Nacht, um 2 Uhr ging dann die Faehre. Auf dieser 2 Std. geschlafen und dementsprechend uebermuedet gegen halb 6 am Samstagmorgen, auf der Suedinsel aufgeschlagen. Aber keine Ermudung zugelassen, gings direkt weiter nach Blenheim, ein alles andere als schoener Ort. Hier hab ich mich dann mal nach Fruit Picking Jobs erkundet, da ich demnaechst wohl mal en bisschen Geld benoetige. Aber leider sind es im Moment nicht so gut aus, weshalb ich das arbeiten wohl auf Anfang Januar verschieben muss. Aber noch kann mich ab und an ja was essen zu leisten, womit das Ganze in Ordnung sein sollte:)



Da in Blenheim, ausser Jobs finden gar nix geht, gings nach der erfolglosen Suche nach Nelson in ein wunderbares Hostel. Dieses gleicht fast nem Hotel, da es fuer lau en Pool und en Whirlpool gibt. Eigens fuer die Party am Abend wurde der Magicbus im Hinterhof geparkt und zu ner Party- und Chilloutarea umgebaut. Cool:) Aufgrund der Tatsache, das es sich hier sehr gut und guenstig, leben und entspannen laesst und der doch sehr anstrengenden letzten Tage residieren wir jetzt schon seit Samstag hier... Meine Wenigkeit hat aber jetzt auch wieder genug von so vielen Menschen im Hostel und macht sich morgen mit Rucksack und Zelt auf zu ner 3-Tageswanderung im Abel Tasman Nationalpark und geniesst mal das allein sein! Hoffe das Wetter spielt mit und es regnet nicht wie angesagt die naechsten beiden Tagen. Aber is auch egal, ich werde mich davon mal nicht abschrecken lassen und wenns tatsaechlich schlecht ist, stell ich mir einfach vor die Sonne scheint:) Es muss ja nur halb so gut werden, wie es auf den Bildern scheint und dann passts schon!




So meine lieben Leser. Wer diesen ganzen Bericht hier jetzt gelesen hat, scheint wirklich nichts zu tun zu haben:) So viele Orte, die wohl die meisten nicht kennen und ne emotionslose Nacherzaehlung der letzten 2 Wochen und das Ganze auch noch ohne Bilder. Sorry for that. Aber es gar nicht so einfach innerhalb ner Stunde so nen Blog zu schreiben und das wichtigste reinzupacken. Koennte wahrscheinlich noch vielmehr unnuetzes Zeugs erzaehlen, was dann aber wohl wirklich den Rahmen sprengt. Des weiteren ist es mir hier in der Nelson Library, wo sich der Guenther gerade befindet, nicht moeglich Bilder zu uploaden. Aber einige habe ich ja die Tage schon veroffentlicht:) Unten gibts, wenn auch nur undetailliert, mal ne kleine Karte, auf der ihr dann en paar Staedte finden koennt, wo ich war:) Wir die wirklich interessierten empfiehlt sich allerdings Google Maps:)


Das wars dann jetzt aber auch. Die Bibliothek schliesst gleich und ich habe jetzt, wie ich finde, genug geschrieben. Bitte nehmt mir auch die Rechtschreibfehler und die unkonventionelle Grammatik nicht uebel, aber hab keine Lust und Zeit mehr Korrektur zu lesen:)

In diesem Sinne reinhaun, bis die Tage und liebe Gruesse in die Heimat!

Rock on, Guenther Kiwi!

Donnerstag, 26. November 2009

Ein paar Fotos der letzten Wochen

Hallo zusammen. Seid ganz herzlich gegruesst. Nach ueber ner Woche on the Road und vier Naechten im Auto sitz ich jetzt in Wellington und warte auf die Faehre zur Suedinsel. Hab die Zeit genutzt mal en paar Schnappschuesse der letzten Wochen ins Webalbum hochzuladen... Viel Spass damit. Nen Bericht gibts die Tage, weil das Inetcafe scheissteuer ist und ich zuviel zu berichten ha:)
In diesem Sinne reinhaun, rock on und Gruss in die Heimat!!
Guenther

Montag, 16. November 2009

I love Raglan

...really! Hey guys. So stelle ich mir meine Reise vor! Nachdem ich am Freitag mein Praktikum beendet hab, gings am Samstagmorgen mit Ewald und Jana ab nach Raglan. Dieser super entspannte Ort ist das Surfingmekka Neuseelands. Im Reisefuehrer stand: "Raglan ist, kurz gesagt, einer von den entspannten, netten Orten, fuer die man seine Reiseplaene ueber den Haufen wirft, um noch ein bisschen laenger zu bleiben!" Und ja, genau so ist es;) Nach einer ca. dreistuendigen Autofahrt, durch eine Landschaft die mit ihrer Schoenheit die stickige Luft im Auto vergessen machte und ner kurzen Kaffeepause am Port Waikato, nem traumhaften Blacksandbeach, sind wir so gegen 2 am Samstagmittag in Raglan gelandet!
Wetter gut, Takeaway food zwischen die Zaehne und ab an den Beach zum chillen. Dann abends noch ganz relaxt was zu Essen gezaubert und en Film geschaut und dann ab ins Bett, weil wir ja am naechsten Tag surfen austesten wollten. Am naechsten morgen dann leider bescheidenes Wetter. Also Plaene mal ueber den Haufen geworfen und den Surfturn auf Mittags verschoben. Aufgrund von Kopfweh bzw. Krankheit konnte mich dann aber auch Mittags keiner begleiten. Aber egal! Ich bin in Raglan, also geh ich surfen. Gesagt, getan. Surfbrett ausgeliehen, ein paar Instruktionen abgeholt und ab gings mit ner Kanadierin und ihrer Mutter zum Surfbeach.
Awesome!!! Bei gefuehlten 10 Grad Aussentemperatur gings ins Wasser. Zuerst mal ca. 2,5 liter Salzwasser geschluckt und es nicht wirklich geschafft die Welle zu treffen und auf diesem fuc... Brett zu stehn. Aber gut, es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Nach ca. 2 Stunden unermuetlichem Kampf im Ozean und en paar sehr kurzen stands auf em Board gings dann ohne meine Fuesse zu spueren zurueck ins Hostel. Dort angekommen, wartete der heisse Whirlpool auf mich und ich wusste just in diesem Moment warum so viele Leute diesen Surfsport so lieben... Also noch ca. ne Stunde im heissen Wasser relaxt und den Abend genossen. Dazu gabs dann noch musikalische Unterhaltung von ca. 5 verschiedenen Travellern im Hostel, die irgendwie alle Gitarre spielen und singen koennen... Coole Truppe. Aus diesem Grund haben Stefan(Ewald) und Stefan(Guenther) dann auch beschlossen noch ne weitere Nacht im Hostel zu bleiben... (Jana musste leider zurueck nach Auckland zum arbeiten. Sorry for that, ich wuerde es hassen;D)

Am naechsten morgen dann mit den anderen wieder zum Surfen, um Spass im Wasser zusammen mit ca. 10 Leuten aus aller Welt zu haben. So soll es sein! Nach em surfen wieder im ultragemuetlichen Hostel relaxt und am gestrigen Abend noch en bisschen in meinen Geburtstag gefeiert. Danke an alle, war echt schoen.
Aufgrund des "Jim Beam - Cola" Konsums, dem daraus folgenden leichten Hangover heute, aber auch weil es hier so genial ist, haben wir dann einfach nochmal um 2 Tage verlaengert... So kommt es das ich jetzt, nach ner Kajaktour am Morgen, mit Stefans PC hier im Cafe sitz und diesen Eintrag posten kann. (Danke fuers ausleihen!)
Echt krass mitten im November in Badeshorts, beim Kaffee in der Sonne zu sitzen und alles um mich herum vergessen zu koennen... Danke, das ich das erleben darf!
So, das wars aber dann auch, weil der Akku gleich leer ist und ich auch nicht die Leser dieses Blogs zu sehr langweilen will... Hoffe ich finde die Tage mal wieder en bisserl Zeit, um ein paar Bilder ins Webalbum zu laden. Wir werden sehn, aber ich versuchs:)
In diesem Sinne, wie immer: "Reinhaun, Rock on und bis die Tage!"
Euer Guenther mit nem schoenen Gruss in die Heimat!

Donnerstag, 12. November 2009

Praktikum gleich beendet!

Schoenen guten Tag liebe Freunde! Geniesse gerade im Moment die letzte Mittagspause in meinem Praktikum in der "City of Sails". Die letzten beiden Wochen wurde das Leben und die Atmosphaere Aucklands nochmal richtig aufgesaugt, wobei mir klar wurde das ein zweiter sehr, sehr grossartiger Teil (nach dem Hongkong-stop) meiner Reise zuende geht. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehts morgen frueh in Richtung Sueden. Freue mich unendlich in die grossartige Natur zu kommen, en bisschen zu surfen und das Leben in vollen Zuegen zu geniessen. Aber auch irgendwie schade, einige Leute hier zu verlassen, die einem den Aufenthalt doch so angenehm gestaltet haben!
Naja, vielmehr will ich an dieser Stelle auch gar nicht sagen. Werde euch in den naechsten Tagen auf jeden Fall mal einen aktuellen Statusbericht ueber meine Abenteuer in der Natur NZ`s geben. Hier zum Abschied noch ein Bild vom Blick aus dem Skytower, dem alles ueberragenden Gebaeude der Stadt!
In diesem Sinne reinhaun. Der Guenther muss jetzt weiter schaffe... Also viele Gruesse und bis die Tage.
Rock on, Guenther

Montag, 2. November 2009

Update aus Auckland

So, mal wieder ein Update aus Kiwiland! Die letzten Wochen waren bis auf ein paar wundervolle Ausfluege, dann doch von nem gewoehnlichen Alltag gepraegt! Wie das halt so ist, weicht irgendwann die anfaengliche Spannung und Interessiertheit an allem, dann doch irgendwann der Gewohnheit. So auch hier in Auckland... Unter der Woche zumindest ist es meist das Gleiche:) Morgens zur Arbeit, abends heim, en bisserl Sport, en Bier mit Freunden oder mal mit den Mitbewohnern kochen. Schlecht ist das Ganze natuerlich nicht und ich geniess die Zeit hier. Vor allem weil die "Easy-Going Mentalitaet" der Kiwis einen auch zum chilligen Dasein verleitet:) In Auckland ist soweit auch alles Interessante erkundet. Aufgrund des Dauerregens vor en paar Wochen, hab ich mich sogar zu nem Museumsbesuch hinreissen lassen, was sich aber durchaus gelohnt hat! Auch wurde das ein oder andere Konzert besucht, wobei sich die lokale Musikszene, als wirklich ineressant erwiesen hat. Aber gut, so langsam neigt sich die Zeit in der Stadt dem Ende zu und in 2 Wochen wird das Praktikum abgeschlossen und der hoffentlich noch schoenere Teil des Aufenthalts in Neuseeland, in Form einer Rundreise gestartet:) Dann gibts auch mit Sicherheit wieder oefters Interessantes zu berichten! Um euch nicht mit langweiligen Alltagsstorys zu langweilen, gibts nachfolgend nur einen kurzen Abriss der letzten 3 wundervollen Ausfluege.

1. Coromandel Peninsula

Great! Trifft das Ganze ziemlich gut. Vor drei Wochen, hatte ich von dem Grossstadttreiben endgueltig die Schnauze voll und deshalb wurde mit 2 Freunden beschlossen die Coromandel Halbinsel zu erkunden! Trotz stroemenden Regens wurde am Samstag morgen (8.00 Uhr ist verdammt frueh) gestartet. Nach drei Stunden in Thames angekommen, schien ploetzlich die Sonne und es wirkte so, als lachte Sie nur fuer uns! Kurzer Stop im Supermarkt und ab ins Hippie Hostel nach Coromandel Town, wo es weder Schluessel noch Eigentum gibt. Aber cool, ein sehr gemuetliches und saeuberes Hostel, frei von jeglichem Stress, indem man einfach nur sich selbst und die Reise geniessen kann.
Nach nem kurzen Smalltalk mit der Besitzerin, die den Anschein erweckte als traeume Sie rund um die Uhr von Woodstock und dem "Summer of Love" gings inspiriert von der laessigen Art weiter in die verlassene Landschaft. Um zu den schoenen Straenden und Spots zu gelangen, wurden dem Auto 35 km Schotterpiste zugemutet. Dann einfach nur noch staunen ueber die Schoenheit der Gegend. Nachfolgend mal ein Beispielbild, wobei das Ganze aber leider darauf nicht ganz so gut wirkt, wie es tatsaechlich war...
Nach der Rundfahrt und nem schoenen Walk durchs Niemandsland gings am Abend zurueck zur Unterkunft. Nicht wirklich erstaunt darueber, dass man dort en paar nette andere Traveller traf, wurde mit denen gekocht und bei dem ein oder anderen Bier ein gemuetlicher Abend verbracht!

Der naechste Tag sollte aber dann die Highlights des WE`s beinhalten. Nach nem ausgedehnten Fruehstueck (Kellogs mit Milch) gings ueber ne wunderschoene Strecke durchs huegelige Land zur Cathedral Cope. Eine unglaublich schoene Bucht, wie sich nachfolgend leider wieder nur erahnen laesst.
Von dort weiter zum Mittagessen, mit musikalischer Unterhaltung von dem wahrscheinlich, chilligsten Musikerpaar der Welt:)
Nach dieser Entspannung wollte man dann aber endlich den sagenumwobenen Hot Water Beach sehen. Noch schnell en Spaten besorgt und dann ab zum Strand, wo man auf die Low Tide wartete. Dann begann das grosse Graben. Warum fragt Ihr euch? Ganz einfach. Bei Ebbe kann man sich hier ein Loch in den Sand buddeln, aus dem ca. 40 - 50 Grad heisses Wasser kommt, so dass man seinen eigenen, natuerlichen Whirlpool hat! Amazing! Nach nem relaxten Bad in unserem eigenen Pool (Wahnsinn) wurde dann mit den letzten Sonnenstrahlen des wunderbaren Tages die Rueckfahrt nach Auckland angetreten.
Hoert sich glaub alles nicht so spannend an, aber ich weiss nicht wann ich es letzte Mal so ein unglaubliches entspanntes WE hatte!!!

2. Waiheke Islands

Nach dem Coromandel Trip, wurde ein WE in Auckland verbracht, bei dem es Sonntags nach Waiheke Islands, einer verschlafenen, kleinen Insel, 20 min enfernt von der Stadt ging. Hier gibts nicht wirklich viel zu berichten. Nur eines kann man sagen. Wiedermal einfach nur herrlich!!! Fast keine Menschen, schoene Straende und tolle Natur! Sorry fuer meine Wortkargheit an dieser Stelle, aber so ists halt nunmal!

3. Northland Roadtrip; 3,5 Tage, 1500 km!!!
Letztes WE, war Labour Weekend! Das heisst Montag Feiertag und deshalb drei Tage Zeit zum reisen! Also noch schnell de Cheffe gefragt, ob ich Freitags Mittag frei haben kann, um bei Zeiten in Richtung Norden zu starten. Already, kein Thema. Also, um 12.00 Uhr los, um die anderen Travelpartner in der Stadt abzuholen. Lustige Truppe. Ein Deutscher, eine Deutsche, ein Argentinier und ne Italienerin... Mit diesen 4 Leuten, jeder Menge unnuetzer Sachen und ner riesigen Portion guter Laune im Gepaeck, gings bei strahlendem Sonnenschein ueber die Harbour Bridge auf zum Motorway 1 in direction NORTH! Schon auf dem Hinweg nach Paihia, Bay of Islands sollte der Weg das Ziel sein! So war es auch. Nach ca. 2 Stunden schonmal der erste Stop an nem wiedermal genialen Strand!
Dann weiter, mit der ein oder anderen Kaffeepause, nach Paihia. Unterwegs noch schnell en bisserl Bier besorgt und dann zum Hostel, wo zuerst mal die Haengematte zum chillen in Anspruch genommen wurde. Wie sich das im Kiwiland gehoert, dann ab zum Strand und das Freitagabenddinner in Form von Fish & Chips zu uns genommen;) Unglaublich aber wahr! Waehrend des Dinners traf man dann natuerlich wieder andere bekannte Gesichter, in Form von drei Schweizern, die zurzeit ebenfalls in Auckland residieren und an diesem Tage im gleichen Hostel eincheckten. Witzig, die Gruppe fuer den naechsten Tag sollte anwachsen. Nach dem ein oder anderen Freitagabendbier gings dann am naechsten Tag nach ner einstuendigen Strandwanderung zum Nachbarort und anschliessend zu nem 4stuendigen Bootstrip rund um die Bay of Islands. Dieser war mit Sicherheit ein Highlight der bisherigen Zeit. Vorbei am unglaublichen Hole of Rock, den Delfinen beim Schwimmen zugesehn, en traumhafter Stop auf ner suessen, kleinen Insel und zum Abschluss in die erste Hauptstadt Neuseelands, Russel, zum Abendessen... Cool.
Dann am Abend mal wieder das eine oder andere Bier im Hostel bei der amuesanten Kiwicomedyserie "Flight of the Conchords" (UNBEDINGT MAL ANSCHAUEN!!!). Am naechsten, das heisst Sonntag moin, gings dann in den wirklich hohen Norden zum Cape Reinga. Wie am Ende der Welt, konnte man sich hier beinahe fuehlen, wenn man der Tasman See und dem Pazifischen Ozean beim zusammentreffen zusah. Nur die vielen Touristen stoerten das Bild ein ganz klein wenig.
Aber ok. Die Aussicht, sich selbst und das Leben fuer ein paar Atemzuege genossen, gings weiter in die Duenen zum Sandboarding! Mein neues Hobby, wie ich mir vorstellen koennt, wenn der Sturz nicht so wehgetan haette und es eine Liftanlage zum Bergauftransport gaebe:) Nee quatsch, hat echt Spass gemacht!
Nach diesem tollen Sport, wollte ich als begeisterter Autofahrer:) mir es nicht nehmen lassen, fuer den Weg zum Hostel weiter im Sueden, den Ninety Mile Beach zu nutzen. Der Schotterweg dahin passte auch noch. Allerdings war die Zufahrt zum Strand dann doch zu sandig fuer mein Auto.
Auch wenn ich es, wie fuer jeden der mich kennt zu erwarten, trotz aussichtsloser Situation ein paar Mal probiert hab. Aber egal, kann man ja morgen machen... Also dann doch die langweiligere, aber sicherere Teerstrasse zum Hostel. Dort hundemuede angekommen, ne Dusche, en paar Bier, den Abschlusswein und ab ins Bett! Das erste am naechsten morgen, war dann ja klar. Die Gezeiten auschecken, Fruehstueck kaufen und den zweiten Versuch starten zum verf... Ninety Mile Beach zu kommen. Gesagt, getan. Diesmal sollte es mit ner anderen Zufuehrstrasse zum inoffiziellen Sandmotorway auch klappen. Das faszierendste dabei war, dass am Strand doch tatsaechlich en TEMPO 100 Schild steht. Geil! Leider konnte ich aufgrund des Regens diese Geschwindigkeit nicht erreichen...
REGEN, war das Stichwort an diesem morgen, weshalb wir das Fruehstueck, zwar am Strand, aber leider im Karren, zu uns nehmen mussten. Dann weiter entlang am Strand gefahren, einmal stecken geblieben, was wie man munkelt darauf zurueckzufuehren ist, das wie von Gotteshand und ohne Einfluss des Fahrers, die Handbremse betaetigt wurde... Naja, wir waren ja zu fuenft und konnten das Auto aus em Treibsand rausschieben:) (DANKE LEANDRO UND MARIO). 20 km die wohl schoenste Strasse entlang, die ich bislang gefahren bin, gings dann zurueck in Richtung Sueden. En bisschen Kueste und spaeter hindurch durch zwei wunderschoene Kauriwaelder, in denen man sich wie im Urwald fuehlte gings dann zurueck in Richtung Auckland.
Dort en paar Zwischenstopps und ab heimwaerts. Super! In Auckland angekommen, nochmal kurz das WE Revue passieren lassen, wurde mir klar, dass es grossartig war und ich mich jetzt noch viel mehr darauf freue endlich zu reisen und mehr von diesem aussergewoehnlichen Land zu sehn. Nur der Muskelkater von der ganzen Fahrerei, auf den Teils doch kurvigen, unbefestigten Strassen machte mir ein bisschen zu schaffen...

So, ich hoffe ich habe ich euch jetzt nicht zulange mit langweiligen Reiseberichten gelangweilt. Ich werde die naechsten Tage dann auch mal wieder en paar Fotos in Picasa hochladen und mich melden, wenn ich wirklich am reisen bin und vielleicht mehr als bloss ne Nacherzaehlung abzugeben hab! Wie ich mich kenne, kommen dann auch mal wieder solche Anektoden wie "Gestrandet auf Volcano Island" zustande;) Auf der Reise wirds, soviel ist ziemlich sicher, zuerst mal nach Raglan, dem Surfers Paradise Neuseelands, gehn, wo ich mich dann mal beim Wellenreiten versuchen werde. Also bis dahin, vielen Dank fuers lesen, ganz viele liebe Gruesse in die Heimat und bis demnaechst!!!
Reinhaun und Rock on!!!
Guenther

P.S.: Wuerde mich freuen, wenn der ein oder andere Leser mal en Kommentar hinterlaesst, damit ich auch mal weiss, ob den ganzen Scheiss, den ich hier von mir gebe, ueberhaupt jemand liest und das Ganze auf Interesse stoesst...