Donnerstag, 24. Dezember 2009
Merry Christmas!!!
Meine Wenigkeit hat den heiligen Abend dieses Jahr mal am Strand verbracht und am heutigen ersten Weihnachtstag wird gegrillt:) Weihnachten mal anders. Irgendwie auch mal schoen!
Naja, sonst will ich jetzt gar nicht viel schreiben. Habt alle schoene und entspannte Feiertage!
Reinhaun, Rock on und ganz viele Gruesse in die Heimat
Guenther
Sonntag, 20. Dezember 2009
Von Queenstown nach Oamaru
Nach den Tagen in Queenstown gings also on the Road again... Auf dem Programm stand Milford Sound, die Catlins, Dunedin und Otago Peninsula, sowie Oamaru! Da das doch en paar Stationen sind, von denen es auch ein bisschen was zu berichten gibt, splitte ich das Ganze mal wieder in ein paar Anektoden auf...
1. Reise nach Te Anau und Begegnung mit nem freundlichen Polizisten!!!
Was? Polizist und freundlich? Hoert sich abgefahren an? War es auch irgendwie:) Aber von vorne. Am letzten Tag in Queenstown lachte uns beim Fruehstueck auf der Terasse die Sonne ins Gesicht, weshalb wir (wir = Meine Wenigkeit, mein Reisekumpane Mario und Aaron, ein Ami den wir ein paar mal getroffen haben und der seit diesem Tag mit uns reist...) uns entschlossen haben, die Weiterfahrt auf Nachmittag zu verschieben und hier nochmal was zu unternehmen. Also ab zur Gondola und rauf auf den Stadtberg von dem man eine sehr schoene Aussicht auf die Stadt haben soll. War auch so. Siehe Beweisbild unten...
Dort en bisschen gechillt, ne Runde gesommerrodelt, en paar Leute beim Bungeespringen ausgespaeht und dann zurueck zum Auto, um nach nem Lunch die Weiterfahrt zu starten. Die Mugge an, die Sonnenbrille auf der Nase platziert, nen Kaffee im Getraenkehalter abgestellt und extrem relaxt die Landstrasse in Angriff genommen. Wie fast immer hier, die Landschaft die durchfahren wurde, einsam und wunderschoen. Das Ganze ging dann auch gut 2 Stunden so weiter und ich dachte wirklich nicht an irgendetwas boeses. Ploetzlich aber ein komisches Gefuehl. Da steht irgendwo in der Wallachei ein Polizeiauto und der uniformierte Mann winkt mir zu. Oh, oh ich glaube das bedeutet wohl anhalten und ich weiss auch wieso. In NZ ist die Hoechstgeschwindigkeit 100 km/h und ich glaube nicht, das ich diese in den letzten Stunden oft eingehalten habe... Naja, der Policeman teilte mir dies dann auch nochmal mit und meinte ich haette die Hoechstgeschwindigkweit um 24 km/h ueberschritten. Aber dann wurds kurios. Anstatt mich anzuscheissen, fragte er zunaechst mal woher ich komme, was ich so in Neuseeland treibe und wie es mir hier gefaellt. He? Was geht? Aber gut, gibts halt mal nen Small Talk, bevor mein Fuehrerschein gecheckt und das Ticket ausgestellt wird... OK. Nach dem Check, meinte er dann er zieht nochmal ein paar km/h ab, dann wirds nicht so teuer. Jetzt war ich dann doch noch mehr perplex. Aber mir solls recht sein, vielleicht mochte er mich... Er stellte mir das Ticket aus, wuenschte mir ne gute Weiterfahrt und die Sache war erledigt. Verabschiedet wurde ich dann mit den Worten: "Have a good Holiday, enjoy NZ and take care my friend!" ??? Strange. Ich bin dann weitergefahren und aergerte mich nicht, dass ich geblitzt wurde, sondern warum ich net nach nem gemeinsamen Foto gefragt habe:)Am Abend kamen wir dann ohne weitere Zwischenfaelle in Te Anau an. Suesser kleiner Ort an nem tollen See. (Fast so schoen wie Konstanz:)) Dort wurde dann bisserl abgehangen und bei nem wundervollen Sunset ueber freundliche und weniger freundliche Staatsmitarbeiter philosophiert;)

2. Milford Sound, angeblich einer der regenreichsten Orte der Welt!
Genau, dieses Gefuehl hatte ich auch, weil es einfach den ganzen Tag regnete.... Aber egal. Von Te Anau fuehrt eine ca. 120 km lange Strecke hindurch durch unwirkliche Landschaft zu diesem Hafen an nem riesigen Fjord. Warum Hafen? Das ist halt so. Der Ort Milford Sound besteht nur aus einem Hafen und ner Bushaltestelle fuer Touribusse. Da man hier nicht viel sehen kann ohne mit einem Boot zu fahren, haben wir uns dazu durchgerungen diese Investition zu taetigen. Es hat sich gelohnt. Ich habe eine solche Landschaft noch nie gesehen und war trotz Dauerregens einfach nur beeindruckt von dieser Tour! Schwer zu beschreiben, aber vielleicht geben die nachfolgenden Bilder einen kleinen Eindruck dieses Tages, an dem sonst nicht mehr viel passiert ist...



3. Slope Point, der wohl suedlichste Punkt an dem ich in meinem Leben sein werde!
Es sei denn, ich komme irgendwann nochmal in die Antarktis oder in die suedlichste Ecke Suedamerikas. Wer weiss:) Aber ok. Nach dem wunderbaren Tag im Fjordland gings am Morgen mit nem weiteren Ami, Kent, den wir im Hostel kennengelernt haben weiter in Richtung Sueden. Zunaechst in eine Stadt namens Invercargill, die ein Rockstar mal als "Asshole of the World" bezeichnet hat. Da dieser wohl, zumindest teilweise Recht hatte, was heisst das die Stadt nicht wirklich schoen ist, haben wir nur kurz am Supermarkt gestoppt und sind weiter in Richtung Catlins geduest (Nicht wirklich geduest. Bin ehrlich nie schneller als 100 gefahren). Waehrend der Fahrt haben die Mitfahrer ausgemacht, dass wir zum suedlichsten Punkt Neuseelands wollen. Let`s do it! Nach ca. 2 Stunden, von denen ne halbe auf Schotter zurueck gelegt wurde, hatten wir diesen tollen Fleck Erde erreicht und uns bei nem wunderbaren Anblick die sehr kalte Luft um die Nase wehen lassen, wodurch man die nahgelegene Antarktika wahrlich fuehlen konnte!
Nach en bisserl geniessen gings zum Hostel, von dem wir gelesen hatten. Hostel hier im Niemandsland? Mal sehen. Aber tatsaechlich, es gab ne Farm, die halb Bauernhof und halb Backpacker ist. Sehr schoen, aber zum Glueck hatten wir eingekauft...
3. Dunedin und Otago Peninsula
Nach ner Nacht auf der Farm, gings vorbei an der Kueste und nem wunderschoenen Wasserfall, ab nach Dunedin, einer der aeltesten Staedte Neuseelands. Laut Reisefuehrer, gibts hier so Dinge wie die aelteste Uni des Landes, Piguine, die beste Brauerei NZ`s und eine abgefahrene Trinkkultur. Hoert sich vielversprechend wie ich finde. Also ab dafuer. Da hier 4 Tage verbracht wurden, wieder ne Aufsplittung...
3.1 Besuch der Pinguinkolonie!
Am Nachmittag im Hostel angekommen, wurde direkt mal gefragt was das mit den Pinguinen auf sich hat. Der Hostelmanager sagte uns , wo es die Tiere zu sehen gibt und meinte, dass die immer bei Sonnenuntergang zum Strand zurueck kommen. Ok, lass uns dahin fahren, dass muss man sich ja mal anschaun. Also ab zur Otago Peninsula und Ausschau halten. Gegen 7 am Strand angekommen, en Schild entdeckt, das die Freunde heut so gegen halb 10 aus em Wasser spazieren. Ok, warten mer halt. Wie vier kleine Schulbuben warteten wir dann ganz brav 2 1/2 Stunden in bitterer Kaelte auf diese Tiere. Schon komisch, was manchmal in einem vorgeht. Aber es hat sich gelohnt. Sah schon lustig aus, wie die Pinguine, so am Strand rumwatschten und nach ihren Nestern suchten... Das bloede an der ganzen Aktion war nur, das ich mir ne leichte Erkaeltung eingefangen hab und deshalb die naechsten beiden Tagen ueberwiegend im Hostel verbringen musste. Auch Fotos kann ich euch keine praesentieren, da die armen Pinguine Angst vor Blitzlicht haben und wir deshalb, wie sich das gehoert, aufs fotografieren verzichtet haben...
3.2 Tunnel Beach, die 2. Begegnung mit den Ordnungshuetern und en lustiger Brauereifuehrer!
Da aufgrund von Erkaeltung, zwei Tage ueberwiegend im Hostel verbracht wurden, gings nach denen so richtig zur Sache und man wollte so richtig aktiv sein. Ok. Gestartet wurde mit dem Tunnel Beach. Ein super Strand, den man, wie der Name schon sagt, durch einen Tunnel erreichen kann. Tunnel? Ja, den hat irgendwann mal jemand bauen lassen, damit er mit seinem Sohn zu diesem tollen Strand kann. Nett, dieser Vater.

Hier rumgehangen, sich selbst und den wunderbaren Spot genossen, gings anschliessend mit dem Auto zurueck in Richtung Stadt. Ploetzlich Sirenen hinter mir! Oh nee, was hab ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht? Kein Plan, also zuerst mal Ruhe bewahren! Ausgestiegen, kam der Polizist grossen Schrittes auf mich zu, was mich schon en bisserl einschuechterte. "Drivers license, please!" Ok, hier. "Oh, you are in Holiday? Sweet" Jes, man. Und dann wieder das gleiche Spiel wie mit dem ersten Ordnungshueter. Er hielt en kurzen Small Talk, meinte es waer en Routinecheck, alles ist gut und war einfach nur nett. Ok, aber leider wieder kein Bild:) Naja, anschliessend wurde dann noch die steilste Wohnstrasse der Welt angefahren (knapp 20 Grad Steigung), was aber nicht wirklich interessant war... Aber am Abend sollte es dann wieder besser werden. Es ging zur Besichtigung der Speight`s Brauerei.
Die war echt ganz gut und der Fuehrer war schon lustig. Schottischer Akzent, Vollbart, hasste Frauen, was er auch in jedem dritten Satz zum Ausdruck brachte und meinte das wir keine richtigen Deutsche sind, da wir net aus Bayern kommen. Muss ich mehr sagen? Denke nicht. Der beste Teil kam allerdings nach der Fuehrung, als wir ne halbe Stunde den Zapfhahn bedienen durften und soviel Gerstensaft kosten konnten wie wir wollten. Das fuehrte dazu, dass der Abend nicht wirklich alt wurde und der Guenther frueh ins Bett ist:)Naja, das wars dann auch soweit von Dunedin... Am naechsten Tag, gings weiter...
4. Oamaru
Nach em auschecken in Dunedin, gings entlang der Kueste, ab Richtung Norden. Die Sonne schien, die Stimmung war super und als dann nach ca. ner Stunde, ein schoener Strand zu sehen war, wurde gestoppt. Frisbee gezockt, gechillt, gefuttert und weiter gings.

Nach ner weiteren Stunde, der naechste Stop. Da gabs en Strand mit komischen Steinen, die sich perfekt zum Fotoshoot anboten, was natuerlich ausgenutzt werden musste...
Dann weiter und am Abend in Oamaru gelandet und en super Hostel gefunden! Ein alles in allem, perfekter Tag:) In diesem schoenen, alten Oertchen, verweil ich auch dann seit 3 Tagen.
Viel zu sehen, gibts hier zwar nicht, aber die Stimmung im Hostel und in der Stadt laedt einfach zum entspannen ein und das mache ich auch!!! Ausserdem gibts hier den weltbesten Frisbeespot und freies Internet! Letzteres sowie die Tatsache das ich momentan nix Besseres zu tun habe, erklaert auch, warum ich euch gerade so viel unnoetiges Zeug erzaehlt hab... Leider ist die Vebindung zu schlecht, um en Fotoalbum upzuloaden. Dieses folgt dann die Tage.Naja, ich denke das wars dann auch soweit. Hoffe es war nicht zu langweilig und nicht zu viel Unnuetzes! Morgen werde ich mich auf den Weg nach Christchurch machen, wo ich Weihnachten und Sylvester verbringen will. Von da melde ich mich dann mal wieder...
Bis dahin! Reinhaun und Rock on!
Viele, liebe Gruesse in die Heimat
Euer Guenther
Mittwoch, 9. Dezember 2009
Ein paar Bilder!
Euer Guenther
Donnerstag, 3. Dezember 2009
Into the Wild
Ok, nun stand ich da. Ganz allein, nur ich und mein Gepaeck und um mich rum nur schoene Landschaft. GREAT! Also gings los. Nach ca. 20 Sekunden wurde mir bewusst, dass ich fuer die rund 50 km die vor mir liegen vielleicht doch zuviel Gepaeck dabei hab und das das Ganze sehr anstrengend wird:) Aber liess sich ja nicht mehr aendern und gluecklicherweise hatte ich entgegen der Vorhersage Traumwetter.
Voller Motivation zuerst mal en Bild gemacht, bevor ich dies vor Anstrengung nicht mehr hinbekomme;) Anschliessend wurde gewalkt und es war einzigartig. Tolle Natur, hindurch durch Buschlandschaft mit komischen Pflanzen und dann wieder en gigantischer Strand.
Nach ca. 2 sehr schoenen Stunden, bin ich am ersten kritischen Abschnitt angelangt, den man nur bei Low Tide (Ebbe) ueberwinden kann. Das hatte ich aber ja vorher (Bin ich Stolz auf meine Organisation) ausgecheckt und war auch zum richtigen Zeitpunkt da. Allerdings hat mir keiner gesagt, das man durch Knietiefes Wasser muss!!! Aber ok, da muss ich jetzt durch... Gar nicht so easy. Hat schonmal jemand probiert mit 25 kg auf em Ruecken Jeans, Schuhe und Socken auszuziehen, ohne sich dabei hinzusetzen? Ich nicht! Aber es ist gut gegangen und an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an meinen langjaehrigen Fussballtrainer Rainer B., ohne dessen Koordinationsuebungen, ich diese Uebung vlt. nicht so einfach gemeistert haette:)

Erstes kritisches Teil ueberstanden:) Danach gings von mir selbst ein bisschen beeindruckt:) weiter Richtung naechster Bucht. Dort en paar Fotos und en Paeuschen...
... und dann weiter zum Campingplatz. Den hatte ich nach nem Marsch von ca. 5 Stunden im Blick und ich war zugegeben, ganz schoen erschoepft:) Aber es hat sich gelohnt. En kleiner Campground, direkt an nem goldenen Strand ganz fuer mich alleine. Denke die nachfolgenden Fotos sprechen fuer sich:)
Und zu essen gabs lecker Instant Nudeln und Kekse mit Nutella, was schliesslich alles Perfekt machte... I LIKE IT!!! Ok, gut gestaerkt(nicht wirklich) gings dann ins Zelt und ich habe wie zu erwarten sehr gut geschlafen (Nicht weil es bequem war, das war es sicher nicht, aber aus Muedigkeit!)
Am naechsten Morgen gabs dann en ausgiebiges Fruehstueck (wieder gelogen:D noch nich mal Kaffee...) und auf gings zum 2. Teilstueck. Leider war das Wetter nicht ganz so gut, aber dafuer auch nicht so heiss und geregnet hats fast auch nicht. An diesem Tag war ich dann ca. 6 Stunden auf den Beinen und der Weg aehnelte doch dem ersten Teilstueck sehr stark. Nur vlt. aufgrund der Laenge en bisschen anstrengeder und es gab mehr Berge zu besiegen. Aber schliesslich hatte ich es gegen 4 Uhr am Nachmittag auf den Campground geschafft, der diesmal nicht ganz so verlassen war, aber wo es dafuer sogar fliessend Wasser gab, das man sogar trinken konnte. Wahnsinn!!! Dann schnell es Zelt aufgestellt und just in dem Moment, als ich fertig war, begann es zu regnen wie aus Eimern. Toll, aber ich sass ja im trockenen Zelt und konnte hier mein grossartiges Abendessen zu mir nehmen (wieder gelogen, mehr als Kekse mit Nutella (gefaelschtem auch noch) war nicht drin!!!). Da das Wetter auch keine anstalten machte sich noch zu aendern, habe ich einfach nichts mehr gemacht am Abend, ausser in meinem Reich gechillt... En paar Schnappschuesse vom 2. Tag will ich euch aber natuerlich nicht vorenthalten...
... Aufgrund des fruehen Zeltbesuchs am Vorabend konnte ich mich am 3. Tag schon gegen 7 Uhr in der Fruehe zum letzten Teilstueck begeben. Hier wurde dann, weil ich doch ziemlich Rueckenweh hatte, eine Trainingseinheit eingelegt und versucht den Geschwindigkeitsrekord im Abel-Tasman-Coast-Track-Walken zu brechen:) Weiss nicht obs funktioniert hat, jedenfalls war ich gegen 10:30 Uhr zurueck am Auto und war begeistert von drei Tagen Erlebnis, schoener Natur, Einsamkeit und dem ueberaus guten Essen. Aus dem letzten Grund, gings auch direkten Weges in den naechsten Ort, um nach dem ganzen gesunden Zeugs der letzten Tage mal nen schoenen Burger mit Pommes zu vertilgen! Hier das Bild meiner Ankunft. 3 DAYS ABEL TASMAN WALK! DONE!!!